Die Geschichte des Steffenshammer

Der Steffenshammer früher

Der Schmiedehammer wurde im Jahre 1746 anstelle eines älteren Vorgängers errichtet. Neben der Herstellung von Werkzeugen und Kleineisenwaren wurde dort Raffinierstahl geschmiedet, ein hochwertiger Werkzeugstahl seiner Zeit. Der Hammer hat als Schwanzhammer mit hölzernem „Viergespann“ als einziger funktionstüchtiger Bergischer Wasserhammer noch die ursprüngliche Bauart aus dem 18. Jahrhundert. Bis 1928 war der Hammer in Betrieb durch die Familie Steffens und wurde danach noch bis zum Jahr 1958 für gelegentliche Arbeiten genutzt.

Dann übernahm ihn die Stadt Remscheid, er diente dem Deutschen Werkzeugmuseum als Außenstelle zu Schauzwecken. Anfang 2009 erwarb der Steffenshammer e.V. als Förderverein für historische Schmiedetechnik den Hammer, um ihn der Öffentlichkeit zu erhalten.

Der Steffenshammer heute – Wo Wasser, Feuer & Geschichte lebendig werden

Heute ist der Steffenshammer der letzte noch funktionstüchtige Schmiedekotten im gesamten Tal – und er arbeitet noch heute genau so, wie er es seit 250 Jahren getan hat.

Die Gelpe wird in einem Teich angestaut, ein oberschlächtiges Wasserrad nutzt die Kraft des Wassers zum Antrieb eines mächtigen Schwanzhammers – und ein kleineres Wasserrad bläst den Blasebalg an der Esse an. Hier riecht es nach Feuer, Metall und Geschichte. Daneben laufen elektrisch angetriebene Maschinen aus der Zeit um 1890–1930: ein Schleifstein, ein Federhammer und ein Fallhammer, die eindrucksvoll zeigen, wie sich das Schmiedehandwerk über Generationen entwickelt hat. Die historische „Kiepe“ – eine charmante Kleinschmiede in Fachwerkbauweise – rundet das Ensemble als Ausstellungsraum ab und lässt die alte Zeit hautnah erleben.

Erlebnis für Jung und Alt

Der Steffenshammer ist kein Museum zum Anschauen – sondern ein Ort zum Erleben! Bei geführten Rundgängen können Sie den Maschinen beim Arbeiten zusehen, die Kraft des Wassers spüren und erfahren, wie Generationen von Schmieden ihr Handwerk meisterten. Und wer Hunger bekommt: Es wird gegrillt, und dazu gibt es natürlich die unverzichtbaren Bergischen Waffeln – ein Genuss, der genauso traditionell ist wie die Schmiedekunst selbst.



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Bös Strackes!